E-Bikes

Der Begriff E-(lectric) Bike beschreibt ein Fahrrad mit eingebautem Elektromotor (Gleichstrommotor); es wird zwischen gänzlich oder lediglich tretunterstützendem Antrieb durch Elektromotoren unterschieden. Je nach Modell wird das E-Bike entweder mittels Radnaben-Motoren im Vorder- oder Hinterrad angetrieben oder aber mit einem im Tretlager integrierten Motor. Größtenteils werden von den Herstellern Tretlager- oder Mittelmotorantriebe eingesetzt, die aufgrund der optimalen Gewichtsverteilung ein stabiles Fahrverhalten ermöglichen. Die Versorgung des Elektromotors mit Strom erfolgt durch einen Akkumulator.

Ein Elektrorad, dessen elektrische Fahrunterstützung nur durch das Pedalieren abgefordert werden kann, nennt man Pedelec. Ein mehrspuriges Elektrofahrzeug wird hingegen als Leichtelektromobil bezeichnet. Da Pedelecs bei 25 km/h den Motor automatisch abregeln, gelten sie in Deutschland als ganz normale Fahrräder. Das heißt, Sie brauchen weder Zulassung, Fahrradhelm, Führerschein oder Versicherungsschilder.


Antriebssystem

Das Antriebssystem definiert sich über folgende Komponenten:

– Elektromotor
– Akkumulator
– Sensor für die Erkennung der Kurbelbewegung
– Steuerelektronik für den Motor

Antriebsarten

Zwischen folgenden Antriebsarten wird unterschieden:

– geschwindigkeitsabhängige Abriegelung
– tretunabhängiger Antrieb
– tretabhängiger Antrieb

Einbauort Elektromotor

Der Elektromotor des E-Bikes kann sich an einer der folgenden Stellen befinden:

– Nabenmotor vorn
– Nabenmotor hinten
– Kurbelwellenmotor am Tretlager

Steuerung des Elektromotors

Möglichkeiten, die Leistungsabgabe des Elektromotors zu regulieren:

– Gas-Drehgriff: Die Steuerung der Motorleistung erfolgt ohne Sensor, einfach mit der Hand.
– Bewegungssensor: Der Sensor reagiert erst nach dem Start und schaltet nach wenigen gefahrenen Metern den Motor zu.
– Drehmomentsensorik (DMS): Die eingesetzte Kraft des Fahrers wird permanent gemessen und so die benötigte Unterstützung laufend reguliert.

Anfahr- oder Schiebehilfen

Anfahrhilfen werden bis 6 km/h angeboten. Die Anfahrhilfe erleichtert das Aufsteigen oder Anfahren. Zu diesem Zweck wird entweder über Drehgriff oder Taster der Motor aktiviert. Der Motor zieht das Pedelec dann, auch ohne dass pedaliert wird, mit bis zu 6 km/h. Von da an muss eine Tretleistung des Fahrers einsetzen.

Eine Schiebehilfe unterscheidet sich kaum von der Anfahrhilfe. Sie dient dazu, Steigungen zu bewältigen, wo nicht gefahren werden darf oder kann (z.B. eine Straße, die bergauf führt). Sie ist meist so dosiert, dass das E-Bike selbst die Steigung hochfährt und der Fahrer nur lenken und nebenher laufen muss.

Akkumulatoren

Folgende Arten von Akkus werden bei E-Bikes eingesetzt:

– Nickel Cadmium-Akku
– Nickel Metallhydrid-Akku
– Lithium-Ionen Akku

Anforderungen an Akkus:
Auslegung auf kurzzeitige maximale Stromaufnahme; geringe Abmaße; hohe Reichweite; Batterieladeanzeige; wiederaufladbar; Diebstahlschutz;, leichtes Demontieren; Möglichkeit des Akkuaufladens, unabhängig vom Standort.

Reichweite

Die Reichweite hängt von äußeren Fahrbedingungen und von der Kondition des Fahrers ab. Wählt er oft den Unterstützungsmodus sinkt die Reichweite dementsprechend. Realistisch sind bei optimalen Bedingungen Reichweiten von 40-80 Kilometern mit einer Akkuladung.

Folgende Faktoren beeinflussen die Reichweite:
– Fahrgewicht (Fahrer + E-Bike)
– Fahrwiderstände (Luftwiderstand, Lauf- oder Rollwiderstand, Beschleunigungswiderstand der Gesamtmasse mit Nutzlast, Steigung oder Gefälle des Geländes)
– Akkukapazität
– Wahl des Unterstützungsmodus
– Reifendruck

Lebensdauer des Akkus

Haltbarkeit: 2-4 Jahre, bei guter Pflege.

Rechts- und Zulassungsfragen

Fahrräder mit einem elektronischen Hilfsantrieb, einer Leistung bis 250 Watt und einer Höchstgeschwindigkeit mit Motor-unterstützung bis 25 km/h brauchen keine Betriebserlaubnis. Helm, Führerschein oder ein Versicherungsnachweis sind nicht erforderlich. Der Antrieb muss ab 25 km/h automatisch abgeschaltet werden.

E-Bikes, die mehr als 250 Watt Leistung haben und über 25 km/h schnell sind, benötigen ein Mofa-Kennzeichen (Vorteil: 100 € Kosten jährlich inkl. Versicherung) sowie einen gültigen Führerschein, bzw. eine Mofa-Prüfbescheinigung (Führerschein Klasse M).

Fahrrad-Winterpause

Akkus ausbauen und bei 15-18 Grad bei einem Ladezustand von 50-80% lagern.

Links für E-Bike Touren

ebike-schwarzwald.de Testfahrten, Schnuppertouren oder geführte Touren mit Übernachtungsangeboten, mit Zielen im Naturpark Südschwarzwald, Feldberg, Belchen, Titisee, Schluchsee; Angabe von Verleih-Stationen, Tourenvorschläge
mit Höhenprofil und interaktiver Karte; Links zu Kooperationspartnern,
Downloads von Kartenmaterial

e-bike-touren-berlin.de Professioneller Anbieter von 3 Touren (E-Bike-Klassik, Mauer-Tour und Winter-Spezial-Tour) in Berlin. (inkl. E-Bike-Verleih), maximal 10 Teilnehmer

rad-reise-service.de Professioneller Anbieter von Routen, nicht nur in Deutschland, sondern europaweit; mit Kurzbeschreibung; Angaben zu Gesamtlänge und Tagesetappe, Schwierigkeitsgrad, Preis pro Teilnehmer, Bilder

radtouren.de Radreise-Magazin, nicht nur für E-Biker. Insgesamt 14 Routen sind
in der neuen „Tourenkarte für E-Bikes im Weserbergland” zusammengefasst.
Spezieller Abschnitt als Ratgeber rund ums Thema E-Bike.

sauerland.de Seite über Tourismus im Sauerland. E-Bikes Touren sind versteckt.
Tipp: unter Suche „E-Bike“ eingeben, dann landet man ca. 53 Treffer.

schwarzwald-tourismus.info Offizielle Schwarzwaldseiten mit eigener Rubrik zu E-Bikes: E-Bike-Orte & Touren und Tankstellen-Netz